Station “Tod”


Im Tod zeigt sich meist, welche Themen in diesem Leben (bisher) unerlöst blieben. Das betrifft nicht ausschließlich den eigenen Tod sondern die Konfrontation damit auch im Leben. Ein Freund beschenkte mich vor kurzem mit einer schönen und trefflichen Aussage: Drei Dinge verändern das Leben: Lachen, Liebe und Tod (Urheber namentlich nicht gemerkt, pardon).

Interessant ist der Zusammenhang Tod – Liebe, denn erst da zeigt sich bisher Verstecktes und bereits erlöst Geglaubtes. Die Situation einer Tochter und ihrem Vater: Vater verschwindet aus ihrem nicht mal einjährigen Leben, bis sie ihn mit 34 Lebensjahren aufspürt. Begrüßungsaussage seinerseits: “Ich wusste, dass du eines Tages vor meiner Tür stehst.” … In den folgenden vier Jahren zeigt er kein Interesse am Kontakt, und auch nur sporadische Anrufe der Tochter, Telefon wird oft nicht abgehoben, auf SMS keine Reaktion.

Bis zu einem Zeitpunkt, an dem ein Fremder am Telefon abhebt und erstaunt mitteilt, er kenne den gewünschten Teilnehmer nicht.

Erstes Gefühl der Tochter: Na toll – vertschüsst sich im Leben und im Tod … sowas gehört sich nicht!

Was sie dadurch erkennt: Die Thematik des “Verlassen-werdens” hat sie entgegen ihrer Überzeugung noch immer nicht vollständig erlöst … und merkt einmal mehr, dass tiefsitzende Erlebnisse ihre Zeit brauchen, um befriedet zu sein.

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Eingeordnet unter Beziehung, Erkenntnis, Erleben, Menschen, Weisheit, Wesentliches

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