1. Januar 2009...18:18

Fantasie

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Fantasie ist die Boschafterin des Herzens -

und als solche fördert sie die Wünsche, die sehr oft in die geheimsten Winkeln unseres Herzens verbannt sind, versiegelt mit dem Etikett „unerreichbar“ …

Das Herz selbst jedoch ist durchaus raffiniert und imstande, sich Wege und Mittel einfallen zu lassen bzw. entsprechende „Hilfen“ anzufordern, um doch seine innigsten Wünsche zu menifestieren … diese benennen wir dann Wunder, günstige Zu-Fälle, Glück oder ähnliches. Viel öfter aber bedient Herz sich der Fantasie, die meist dann in uns aufkeimt, wenn wir uns in einer Unzufriedenheits-Phase befinden, denn dann ist die Botschafterin besonders eingesetzt.

Was tun wir mit ihr? Weisen wir sie zurück als unverschämten Gast, der unsere bisherige Welt durcheinanderzubringen sucht, holen uns unseren Verteidiger „Verstand“ eilig herbei, der sie dann mit seiner Schärfe zu Tode bekämpft? Oder lauschen wir ihr, was sie uns erzählen will, als mögliche Hinweisgeberin für neue Aspekte an unserem Leben? Oder … lassen wir sie stehen, drehen uns um, versinken in Traurigkeit und Schwermut, weil das Bild, das Fantasie malt, so unfassbar schön ist, dass es einfach nicht wahr sein kann?

Was immer wir auch tun, nichts ist falsch. Denn Herz ist gewieft, auch wenn es noch so schwer verletzt und verwundet wurde, und eine seiner Seins-Aufgaben ist nun mal, uneingeschränkt zu walten und vorbehaltlos zu lieben. Es sucht und findet – definitiv – mindestens einen Weg, sich zu zeigen und sich zu befreien, um eines Tages in voller Lebendigkeit zu agieren …

Die Frage ist: wie leicht machen wir’s unserem Herzen (und damit uns selbst), wenn es uns in (unsere) fantastische Universen führen möchte?

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