Vor einiger Zeit wurde ich gefragt: Wie nehme ich Liebe wahr und was bewirkt sie in mir?
Und bemerkte verblüfft, dass die Antwort darauf alles andre als schnell getan ist …
Wenn ich sage, ich fühle sie, dann scheint mir dies banal, denn Liebe ist ein Gefühl, und Gefühl kann nur gefühlt werden. Also begann ich mit dem zweiten Teil der Frage, was Liebe in mir bewirkt: Sie berührt das Höchste in mir, fördert das Edelste meines Wesens zutage und lässt mein Herz sich vorbehaltlos öffnen. Diese Liebe hat keinen Grund, kein Motiv und keine Bedingung, an die sie geknüpft ist … sie liebt weil sie liebt, einfach so. Bis dato ist sie für mich nicht erklärbar, es ist zu groß.
Vor kurzem begegnete ich jemandem, bei dem ich diese Liebe sah. Ja, nicht “nur” spürte, sondern buchstäblich sah – das ist nicht of der Fall. Zu sehen war’s in seinen Farben, in seiner Energieschicht, in so vielen feinen Kleinigkeiten wie Gestik, Mimik, Bewegungen … und da erkannte ich erstmals so richtig die Zusammengehörigkeit der Liebe mit Harmonie. Heute bin ich geneigt, die Harmonie als Schwester der Liebe und nicht ausschließlich als ihre Dienerin zu sehen :-)
Tja, wie nehme ich nun Liebe wahr? Ich erkenne sie an diesem Seins-Zustand, in dem ich mir meiner Höchsten Qualitäten bewusst bin und diese auch im Herzen des anderen anzustupsen ermöglicht. Es ist dieses Bewusstsein, das meinen Herzenswunsch, dem Leben zu dienen, nährt, und der das wirklich Wesentliche meines Menschseins wie durch Zauberhand aus all dem Unwesentlichen herausholt …
Diese Liebe ist das, was uns unseren eigentlichen Weg zeigt, weil unser Herz in Wahrheit mit dieser Liebe erfüllt ist.